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Home Luftrettung Einsatzarten

Einsatzarten

Rettungshubschrauber sind eine Ergänzung des bodengebundenen Rettungsdienstes. Die über 70 Stationen decken eine bestimmte Fläche in Deutschland und einigen angrenzenden Staaten ab. Rund um die Station hat der RTH etwa einen Einsatzradius von 70 km, am effektivsten ist er in einem Radius von 50 km. Ein 70 km entfernter Einsatzort kann in ca. 21 Minuten erreicht werden,  50 km werden in 15 Minuten erreicht. Der große Vorteil ist, dass man auch in abgelegenen Orten schnell vor Ort ist und ggf. einen Patienten schnell und sicher in ein Krankenhaus der Maximalversorgung bringen kann. Man denke beispielweise an den Motorradfahrer, der an einem der Stauseen des Hochsauerlandkreises einen Unfall hat. Auch mit Sondersignal und freien Straßen braucht ein RTW sehr lange, um auf den kurvenreichen Straßen eines Mittelgebirges vorwärts zu kommen. Zeit ist der wichtigste Faktor in der Rettungsmedizin. The "golden hour of shock", wie wir sagen.

Der Primäreinsatz


Hier kommt es darauf an, bei einem Notfall schnell einen Notarzt und medizinische Hilfe vor Ort zu bringen. Die Rettungsleitstelle entscheidet, welches Rettungsmittel sie einsetzt. Das kann, auch wenn der EInsatzort nur wenige Kilometer entfernt ist, ein Hubschrauber sein, wenn der bodengebundene Notarzt nicht verfügbar ist. Nach der Behandlung entscheidet der RTH-Notarzt, ob er den Patienten mit dem Hubschrauber in eine Klinik (meistens mit Maximalversorgung) transportiert oder mit dem Rettungswagen, der meistens zeitgleich alarmiert wird, in das nächstgelegene Krankenhaus bringt.  Notfälle sind ein dynamisches Geschehen und so kann es sein, dass der bodengebundene Rettungsdienst den RTH nachfordert um einen schwerverletzten Patienten nach einem Unfall schnell in eine Spezialklinik zu fliegen.

Der Sekundäreinsatz


Dies sind Einsätze bei denen der Patient, der bereits in einem Krankenhaus behandelt wird, in eine Spezialklinik gebracht werden muss. In Deutschland sind die Krankenhäuser in verschiedene Versorgungsstufen unterteilt. Kliniken der Grund- und Regelversorgung können nicht alle Verletzungen und Erkrankungen behandeln und so muss der Patient oft in eine Klinik der Maximalversorgung verlegt werden. Durch die weitere Spezialisierung der Krankenhäuser werden Sekundärtransporte in Zukunft zunehmen. Manchmal müssen die Patienten vom Notarzt , z.B. nachts oder bei fluguntauglichem Wetter zur Erstversorgung zunächst in ein kleines, nächstgelegenes Krankenhaus gebracht werden. Später werden sie dann weiter verlegt. Für diese Interhospitaltransporte gibt es aber auch speziell ausgerüstete Hubschrauber, die ITHs, die als fliegende Intensivstationen etwas mehr Platz bieten. Muss es aber sehr schnell gehen, werden auch die RTH' s dafür eingesetzt.

Nicht immer ist der fliegende Transport des Patienten der "bessere Transport". Man muss immer wissen, dass ein Hubschrauber nicht mal eben rechts ranfahren kann, um den Patienten zu behandeln, zudem ist der Platz in der Maschine recht begrenzt.

 

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