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Standortgeschichte

Seit dem 13. Januar 1982 wird in Rheine ein Luftrettungszentrum betrieben. Anfänglich durch die Bundeswehr, die mit dem Beitritt der Bundesrepublik zum internationalen Luftfahrtsabkommen (ICAO) einen SAR (search and rescue) Dienst vorhalten mußte. Der erste Rettungshubschrauber in Rheine war dann eine Bell UH 1D unter dem Rufnamen SAR 76. Die Piloten wurden bis 1993 vom HTG 64 der Luftwaffe aus Alhorn gestellt. Danach übernahmen Piloten der Hubschrauberstaffele aus Nörvenich diesen Job.  Anfänglich musste die Maschine jeden Abend nach Dienstschluß vom Landeplatz  "auf der grünen Wiese" an der Nienbergstrasse in Rheine nach Hopsten Dreierwalde zum dortigen Flugplatz überführt werden. Später wurde dann ein Hangar in Rheine Bentlage genutzt. Schon 1989 absolvierte der RTH 767 Einsätze, heute sind es fast 1300 im Jahr.

Schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der deutsche Hubschrauber aus Rheine zu  Einsätzen in die Niederlande gerufen. Nicht alles war so einfach, wie heute. Verunfallt heute ein Patient, wird bei der Suche nach einer geeigneten Zielklinik auch immer wieder das MST in Enschede genannt. Die Grenze existiert in den Köpfen der Retter nicht mehr. Damals aber musste man sich z.T. noch vielfach rechtfertigen, und nachweisen, das einige deutsche Krankenhäuser abgelehnt hätten, wenn man den Patienten  nach Enschede flog. Unterschiedliche Pflegesätze waren da noch ein Problem.

 Im Februar 1998 endet die Ära der Bundeswehr und auch die der alten Bell.  Mit Übernahme des Luftrettungszentrum durch den ADAC wurde auch die seinerzeit relativ neue EC 135  in Dienst gestellt. Damit änderte sich auch der Rufname in Christoph Europa 2. Nachdem das Gebiet rund um den  Landeplatz in Rheine Dutum als Bebauungsgebiet entdeckt wurde, mußte der Landeplatz den Bauplätzen weichen. In Nähe der Kreisleitstelle Steinfurt und der Feuerwehr Rheine wurde ein neuer Hangar und Landeplatz auf einem Parkhaus an der Lindenstraße errichtet. Im Juni 2003 war der Hangar bezugsfähig und der Hubschrauber konnte umziehen. Die nächtliche Unterbringung der Maschine in Bentlage entfiel somit, was sicherlich auch im Laufe der Jahre einiges an Kerosin einsparte.

  

Luftrettung in Rheine ist stark mit den Namen Heuler und Wichmann verbunden. Dr. Rolf Heuler war sozusagen der Vater des Luftrettungszentrum in Rheine. Er sorgte dafür, dass durch die Bundeswehr, die eine lange Tradition in Rheine hat, im Rahmen des vorzuhaltenden SAR Systems eine Maschine stationiert wurde. Am 1.11.1986 trat Dr. Volker Wichmann seinen Dienst in der Anästhesie-Abteilung des Mathias Spitals an und sorgte sich fortan um den Fortbestand und Ausbau des RTH- Standortes Rheine. Fast 25 Jahre lag ihm besonders die Luftrettung am Herzen. Er hat maßgeblich dazu beigetragen das Luftrettungszentrum des Christoph Europa 2 zu einer fest etablierten und annerkannten Einrichtung zu machen. Anfang 2010 verstarb Dr. Wichmann nach langer Krankheit. Wir werden sein Andenken bewahren und ihn nicht vergessen.

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